Gästebuch
von Jürgen Knorr am 29.11.2008
Möchte bezüglich des Hörfunkpreises noch was nachreichen: Auch die Bürgerfunker der Radiowerkstatt in Moers hatte einen Beitrag eingereicht.
Auch sie bekamen keine Einladung zur Preisverleihung. Zufall? Die LfM hat sich auf eine entsprechende Anfrage meinerseits bisher nicht dazu geäussert.
von Jan Sundermann am 24.11.2008
Betreff: LfM + Medienpreise
Hallo,
wenn man so die Seiten und Ankündigungen der LfM ansieht, dann wird einem ja schwindelig vor der Anzahl der Preise, die die jedes Jahr vergeben müssen! Gibt es denn für die Damen und Herren sonst nichts anderes zu tun? Der Verwaltungsaufwand für die Preisausschreiben dürfte die Preisgelder um mehrere Zehnerpotenzen überschreiten. Und wenns nun schwerpunktmäßig die Pädagogen trifft, dann ist man wenigstens quasi unter sich ... Vielleicht hilft es denen ja für die nächste PISA-Runde? Und irgendwie kriegt die LfM die Gelder von der GEZ schon verbraten.
Ich überlege ernsthaft, einen Preis zu stiften für das innovativste Medienpreis-Preisausschreiben.
In dem Sinne,
Gruß
Jan Sundermann
Millrather Weg 74
40699 Erkrath
Bürgerhauswelle Erkrath
von Jürgen Knorr am 19.11.2008
Dem Kommentar von Kalle kann man zumindest in Teilen zustimmen. Das Procedere für Fördergelder ist einfach zu kompliziert. Deshalb hat unsere VHS zunächst für Projekte mit Schülern auch keinen Antrag gestellt. Aber das kann keine Dauerlösung sein. Und was sollen die Tipps für die Antragsstellung von der LfM? Das ist doch wohl nur als Scherz zu betrachten. Schliesslich ist die LfM für den Schlamassel verantwortlich!
Zum Medienpreis kann ich nur sagen, hier bei uns kam keine Einladung zur Preisverleihung an, obwohl wir einen Beitrag einreichten. Aber das Problem kann ja auch bei der Post liegen.
von kalle am 18.11.2008
liebe leute, die berichterstattung zur preisverleihung ist ja wohl leicht verharmlosend! wie viele buergerfunker haben schon aufgegeben? und was mit mit der tendenz in nrw, nur noch "preise" (für bestleistungen???) zu stiften, anstatt die bürgermedien zu unterstützen??? an solchen wettbewerben nicht mehr teilzunehmen, kann auch eine form des protestes sein!!! oder sollen wir die entscheidungsträger immer noch masochistisch bejubeln ??? und wenn in einer stadt schulprojekte gut laufen, dann ist das lobenswert. aber die bezahlung ist grottenschlecht, und nicht jeder medientrainer hat auch eine qualifizierte paedagogische ausbildung ...
von Jürgen Knorr am 14.11.2008
Lieber Klaus,
auch wir haben das Problem. Nur noch eine einzige Radiogruppe ist in unserer Stadt mit 65.000 Einwohnern übrig geblieben. Das ist unsere Gruppe mit 3 Personen in der Volkshochschule Wesel. Da wir vor der "Wende" noch mit sechs Gruppen Fördergelder eingespielt haben, ist noch ein kleiner Restbetrag vorhanden. Doch der wird bald weg sein, da wir (ich) Schülergruppen das kostenlose Produzieren in unserer Radiowerkstatt ermöglichten. Die Hoffnung dabei, dass man sich auf Dauer eine Quelle erschliessen kann. Allein, bei diesem bürokratischen Aufwand verliert man jegliche Lust. Übrigens, in unserer Radiowerkstatt habe ich einige Nachwuchsjournalisten ausgebildet. Heute sagen alle, egal ob beim WDR, NDR, DLF oder Zeitungen tätig, ohne den Bürgerfunk wären sie nie soweit gekommen. Aber das ist History. Schade drum, doch wir werden nicht aufgeben und werden auch weiterhin gute Qualität bei unserem Haussender abliefern.
von Klaus Kuhfuss am 27.10.2008
Es gab mal Bürgerradio/Funk in NRW!!! Das waren noch Zeiten! Jetzt müssen wir uns mit Anträgen und Bürokratie beschäftigen. Zum Sendung-Produzieren haben wir keine Zeit mehr. Auch will keiner mehr 6 bis 9 Stunden lang eine Sendung produzieren, um diese dann nachts um 21 Uhr laufen zu lassen! Jetzt haben einige von uns auch den nötigen Lehrgang, nur Sendungen werden keine gemacht. Weil ihnen in den Lehrgängen bewusst wurde, was sie jetzt alles beachten müssen. Somit trauen sich die meisten nicht, was zu machen. Den anderen ist jetzt bewusst, dass sie zum Produzieren ja keine Radiowerkstatt mehr brauchen. Nur ein Laptop und ein Mikro. So hört es sich dann auch an, wenn es eine Sendung außerhalb einer Radiowerkstatt produziert wurde! Wir vom OWF e. V. werden wohl noch bis ins neue Jahr durchhalten. Solange reicht unser Geld noch. Wer jetzt in einer Radiowerksatt produzieren will, soll/ muss Geld mit bringen. Nur will das keiner! Auch die Schulprojekte sind ein Schuss in den Ofen, jetzt nach 10 Monaten dürfen wir anfangen. So lange haben wir unbezahlte Trockenübungen mit den Schülern gemacht! Jeden Monat trozdem 450 Euro an Kosten getragen, ohne Förderung. Unsere Rücklagen sind bald alle. Mich würde interessieren, wie es bei den anderen freien Radiowerkstätten zur Zeit steht! Gruß an alle noch in dem Geschäft tätigen Bürgerfunker, Klaus Kuhfuss, Medienbetreuer Hörfunk in NRW
von Willi Gerhards am 26.10.2007
Die Zeit des Bürgerfunks ist vorbei, zumindest in der Form, wie er in der Vergangenheit betrieben wurde. Es ist nicht Sinn der Politik durch Bürgerfunk die Profilneurosen von Möchte-Gern-DJ's, Hitparaden-Freaks usw. zu bedienen. Zwar hat man in der Vergangenheit von den Gremien keine klaren Richtlinien bekommen, um solche Auswüchse zu vermeiden, aber jetzt, nach der Änderung des Landesmediengesetzes NRW. stehen wir ohne Argumente da, wenn es um die Qualität des Bürgerfunks geht. Ich selbst bin 1. Vorsitzender der ArGe Medien gem. e.V. - NIERS-RADIO Mönchengladbach, aber ich sehe die ganze Sache selbstkritisch genug, damit wir in Zukunft noch gesendet werden, auch wenn wir keine Förderung mehr erhalten. Die Wege dazu sind schwer aber machbar. Aber jeder Journalismus ist mühselig, da er an vielen Punkten von der Einschränkung der Pressefreiheit bedroht wird. Meine Erfahrung mit Bürgerfunk ist, dass fast alle, um nicht zu verallgemeinern, wenn sie einige Jahre Rundfunk auf dem Puckel haben, sich nichts mehr sagen lassen und nicht mehr lernfähig sind. Und damit ist der Qualitätsverlust eingeleitet. Wenn die Welt sich dreht, wird der Journalismus bestimmt nicht still stehen können. Das zu glauben, so dumm kann keiner sein. Gerne führe ich Streitgespräche, wenn es nicht nur darum geht, die Politik zu verteufeln. Diskussion in der fachlichen Sache ja.
Gruß: Wilhelm Gerhards,
Dipl. Kfm. - Dipl. Journalist (U)
1. Vors. ArGe Medien und Kommunikation gem. e.V. Mönchengladbach
von Volker Schommer am 25.10.2007
soo nun ist die BverG - Katze aus dem Sack..
die Frage die ich mir nun Stelle ist.. woran hats gelegen ? an der Eingabe selber oder deren thementechnischem Schwerpunkt ? (nach der Begründung scheint es fast so ) oder an was anderem ? Ich mag es nicht glauben, dass es so ist wie die Kollegen vom IGR aus dem ersten Frust heraus auf Ihrer Seite gepostet haben.
Desweiteren erhebt sich aus der Situation die Frage, was nu tun? Faktisch könnte der Landtag auch das Gesetz wieder um 180° drehen wenn man das einigen mal begreiflich macht.
Oder die LfM könnte einiges abfedern
Die Frage, die ist wie erreicht man das.. ich denke, wüste Beschimpfungen sind nicht das Mittel der Wahl (auch wenn ich sehr gut verstehen kann, wenn der eine oder die andere das (verbale) Messer wetzt.
Dabei erhebt sich natürlich ebenfalls die Frage was die LfM gerade brutzelt. Denn das was da bislang auf dem Tisch lag - war ja nichts außer ein paar 'Ideen' die anno '94 schonmal von einem Richter kassiert wurden.
erstmal 'Ohren steif halten' und wer was weiß, solls auch sagen ;)
von Michael franken am 09.10.2007
Hallo zusammen,
der LBf hat in der Vergangenheit immer wieder an der Front für den Bürgerfunk „gekämpft“.
Diese Energie und Ausdauer war gut wurde aber leider nicht immer von allen anerkannt.
Eine kleine aber gute Landesvertretung zu haben ist wichtig.
Dies sollte man auf der MV beachten.
Stecken wir nun alle den „Kopf in den Sand“ oder spielen wir jetzt erst recht weiter das „Sandmännchen zu später Abendstunde“.
Wir in Tönisvorst meinen: es soll weitergehen……….
Schöne Grüße vom Niederrhein
Michael Franken
von Dennis am 25.09.2007
Hallo Liebe Grüße vom www.bunker-nrw.de macht weiter so bei uns geht es um Bunker in NRW und um Industrie Ruinen schaut mal vorbei
Gruß aus Dortmund